Rinderrouladen Ein Klassiker Der Deutschen Kuche versprechen nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch ein tiefes Gefühl von Heimat und Geborgenheit auf dem Teller. Es gibt kaum ein Gericht, das so sehr die Wärme und Gemütlichkeit eines traditionellen Sonntagsessens verkörpert, wie diese herzhaften Rouladen. Sie sind nicht einfach nur ein Gericht; sie sind eine kulinarische Umarmung, die uns an Kindheitstage, an Familientreffen und an die Kochkünste unserer Mütter oder Großmütter erinnert.
Die Kunst, eine perfekte Rinderroulade zuzubereiten, ist eine, die oft von Generation zu Generation weitergegeben wird. Tief verwurzelt in der deutschen Kochtradition, hat dieses Gericht über die Jahrhunderte hinweg seinen festen Platz auf den Esstischen gefunden und ist aus der regionalen Küche nicht mehr wegzudenken. Die Liebe zum Detail, die in jede Roulade fließt – von der Auswahl des zarten Rindfleischs bis hin zur sorgfältig gewickelten Füllung aus geräuchertem Speck, säuerlichen Gürkchen und aromatischen Zwiebeln, alles vereint in einer reichhaltigen, dunklen Soße – ist es, was dieses Gericht so unwiderstehlich macht.
Warum Rinderrouladen so sehr geliebt werden
Es ist diese einzigartige Kombination aus zartschmelzendem Fleisch, der pikanten Füllung und der samtigen Soße, die bei jedem Bissen wahre Glücksgefühle auslöst. Die Rinderrouladen sind ein Inbegriff von Hausmannskost: sättigend, tröstend und immer ein Genuss, besonders an kälteren Tagen. Genau diese Faktoren machen Rinderrouladen Ein Klassiker Der Deutschen Kuche zu einem zeitlosen Favoriten, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Ich freue mich darauf, Ihnen zu zeigen, wie Sie dieses wunderbare Gericht auch in Ihrer Küche zaubern können!
Zutaten:
- Für die Rinderrouladen:
- 6 Scheiben Rinderrouladenfleisch (aus der Oberschale oder der Hüfte geschnitten, ca. 150-200g pro Scheibe, dünn geklopft)
- 2-3 EL mittelscharfer Senf (am besten ein hochwertiger deutscher Senf)
- 6 Scheiben durchwachsener Räucherspeck (oder Frühstücksspeck, ca. 2-3mm dick)
- 2 große Zwiebeln, mittelgroß gewürfelt
- 6 Gewürzgurken (Cornichons oder größere, längs geviertelt), gut abgetropft
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- Küchengarn oder Rouladennadeln zum Fixieren
- Für das Anbraten und die Soße:
- 2-3 EL Butterschmalz oder Rapsöl zum Anbraten
- 2-3 Karotten, geschält und grob gewürfelt
- 1 Stange Lauch, geputzt und in Ringe geschnitten
- 1/2 Knollensellerie, geschält und grob gewürfelt (alternativ 2-3 Stangen Staudensellerie)
- 2 EL Tomatenmark
- 200 ml trockener Rotwein (z.B. Spätburgunder oder Dornfelder)
- 750 ml bis 1 Liter Rinderfond oder kräftige Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 5-7 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
- 1 Zweig frischer Thymian (optional)
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
- Optional: 1-2 EL Speisestärke, in etwas kaltem Wasser angerührt, zum Binden der Soße
- Optional: Ein kleiner Schuss Balsamicoessig oder ein Löffel Johannisbeergelee für die Geschmacksabrundung
Vorbereitung der Rinderrouladen: Der erste Schritt zu einem Festmahl
Die Zubereitung von Rinderrouladen, diesem Klassiker der deutschen Küche, beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung des Fleisches und der Füllung. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit, denn hier legen Sie den Grundstein für den späteren Genuss.
- Zuerst widmen wir uns dem Rindfleisch. Die Rouladenscheiben sollten vom Metzger bereits dünn geschnitten und eventuell leicht geklopft sein. Falls nicht, legen Sie jede Scheibe einzeln zwischen zwei Frischhaltefolien und klopfen Sie sie mit einem Fleischklopfer oder der flachen Seite eines Topfbodens gleichmäßig platt. Ziel ist eine Dicke von etwa 3-5 mm, sodass die Rouladen später gut gerollt werden können und gleichmäßig garen. Achten Sie darauf, das Fleisch nicht zu zerreißen.
- Sobald das Fleisch vorbereitet ist, legen Sie die Scheiben nebeneinander auf Ihre Arbeitsfläche. Würzen Sie jede Fleischseite großzügig mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Seien Sie hier nicht zu sparsam, denn das Fleisch nimmt die Würze gut auf und es ist entscheidend für den späteren Geschmack.
- Nun kommt der Senf ins Spiel. Streichen Sie jede Rouladenscheibe auf einer Seite dünn und gleichmäßig mit dem mittelscharfen Senf ein. Der Senf gibt nicht nur eine feine Würze und Säure, sondern hilft auch, das Fleisch zart zu machen und bindet die Aromen der Füllung. Es ist erstaunlich, wie viel Geschmack der Senf während des langen Schmorens abgibt, ohne dominant zu sein.
- Legen Sie auf jede mit Senf bestrichene Rouladenscheibe zuerst eine Scheibe Räucherspeck. Der Speck sorgt für eine saftige Note und ein wunderbares Raucharoma, das perfekt zum Rindfleisch passt.
- Verteilen Sie anschließend die gewürfelten Zwiebeln und die vorbereiteten Gewürzgurken gleichmäßig auf dem Speck. Bei den Gurken haben Sie die Wahl: Ob Sie Cornichons ganz lassen oder größere Gewürzgurken vierteln oder sogar achteln, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack und der Größe der Rouladen ab. Wichtig ist, dass die Gurken gut abgetropft sind, um überschüssige Flüssigkeit zu vermeiden.
- Jetzt kommt der anspruchsvolle Teil: das Aufrollen. Klappen Sie zuerst die kürzeren Seiten der Roulade leicht über die Füllung ein, um ein Herausrutschen zu verhindern. Dann rollen Sie das Fleisch von einer Längsseite her straff auf. Es ist wichtig, die Roulade fest zu rollen, damit sie während des Garens ihre Form behält und die Füllung nicht entweicht.
- Fixieren Sie jede Roulade sorgfältig. Am besten verwenden Sie hierfür Küchengarn. Wickeln Sie das Garn kreuzweise um die Roulade oder binden Sie es an mehreren Stellen fest. Alternativ können Sie auch spezielle Rouladennadeln oder Holzspießchen verwenden. Stellen Sie sicher, dass die Rouladen wirklich fest verschlossen sind – dies ist entscheidend, damit die Füllung im Inneren bleibt und die Rouladen beim Anbraten und Schmoren ihre Form bewahren.
- Sobald alle Rouladen gefüllt und fixiert sind, legen Sie sie beiseite. Sie sind nun bereit für den nächsten Schritt, das Anbraten, das den Rinderrouladen ihren unvergleichlichen Geschmack verleiht.
Anbraten und Schmoren: Die Entfaltung der Aromen
Das Anbraten ist ein kritischer Schritt, der den Rouladen eine wunderschöne Kruste und tiefe Röstaromen verleiht, die später die Basis für die köstliche Soße bilden. Das anschließende lange Schmoren macht das Fleisch unglaublich zart – ein Muss für authentische Rinderrouladen, ein Klassiker der deutschen Küche.
- Erhitzen Sie das Butterschmalz oder Rapsöl in einem großen Bräter oder einem schweren Schmortopf bei starker Hitze. Es ist wichtig, dass das Fett richtig heiß ist, bevor die Rouladen hineingelegt werden. Sie erkennen die richtige Temperatur, wenn ein ins Fett gehaltener Holzlöffel kleine Bläschen bildet.
- Legen Sie die vorbereiteten Rouladen vorsichtig in den heißen Topf. Braten Sie sie von allen Seiten scharf an, bis sie eine schöne, tiefbraune Farbe angenommen haben. Dieser Schritt, das sogenannte “Sautieren” oder “Anbraten”, ist essenziell für die Entwicklung von Röstaromen, die der Soße ihren unverwechselbaren Geschmack verleihen. Wenden Sie die Rouladen regelmäßig, damit sie gleichmäßig bräunen. Braten Sie gegebenenfalls in mehreren Portionen an, um den Topf nicht zu überfüllen. Wenn zu viele Rouladen gleichzeitig im Topf sind, kühlt die Temperatur zu schnell ab, und das Fleisch beginnt zu kochen anstatt zu braten. Nehmen Sie die angebratenen Rouladen aus dem Topf und stellen Sie sie beiseite.
- Im selben Topf, in dem die Rouladen angebraten wurden, geben Sie nun die grob gewürfelten Karotten, den Lauch und den Knollensellerie. Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe und braten Sie das Gemüse unter regelmäßigem Rühren für etwa 5-7 Minuten an, bis es leicht gebräunt ist und sich erste Röstaromen entwickeln. Das Gemüse ist die Basis für unsere Soße und trägt maßgeblich zu ihrem vollmundigen Geschmack bei.
- Schieben Sie das Gemüse an den Rand des Topfes und geben Sie das Tomatenmark in die Mitte. Rösten Sie das Tomatenmark unter Rühren für 2-3 Minuten an, bis es eine dunklere Farbe annimmt und leicht zu duften beginnt. Das Anrösten des Tomatenmarks ist wichtig, da es dadurch seinen säuerlichen Geschmack verliert und eine tiefere, süßlichere Note entwickelt, die der Soße zugutekommt.
- Gießen Sie den Rotwein hinzu und kratzen Sie mit einem Kochlöffel alle Bratrückstände vom Boden des Topfes. Diesen Vorgang nennt man Deglacieren. Die Rückstände, der sogenannte “Fond”, sind voller Geschmack und ein wichtiger Bestandteil der Soße. Lassen Sie den Rotwein etwa 5-7 Minuten kräftig einkochen, bis er um etwa die Hälfte reduziert ist. Dadurch verfliegt der Alkohol, und die konzentrierten Weinaromen bleiben erhalten.
- Geben Sie nun den Rinderfond oder die kräftige Rinderbrühe, die Lorbeerblätter, die angedrückten Wacholderbeeren und den optionalen Thymianzweig hinzu. Rühren Sie alles gut um und bringen Sie die Flüssigkeit zum Kochen.
- Legen Sie die angebratenen Rouladen vorsichtig zurück in den Topf. Sie sollten zu etwa zwei Dritteln mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, fügen Sie noch etwas mehr Rinderfond hinzu. Achten Sie darauf, dass die Rouladen nicht komplett untergetaucht sind, da die Oberfläche sonst nicht bräunen kann.
- Reduzieren Sie die Hitze auf die niedrigste Stufe, sodass die Soße nur noch sanft simmert. Decken Sie den Topf mit einem passenden Deckel ab. Nun beginnt der lange Schmorprozess. Lassen Sie die Rouladen für mindestens 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Bei älterem Fleisch kann es auch 3,5 bis 4 Stunden dauern. Die genaue Schmorzeit hängt von der Qualität und Dicke des Fleisches ab. Das Fleisch ist fertig, wenn es butterweich ist und sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt. Haben Sie Geduld – diese lange Garzeit ist das Geheimnis für unglaublich zarte Rinderrouladen.
- Wenden Sie die Rouladen während der Schmorzeit gelegentlich, um ein gleichmäßiges Garen zu gewährleisten. Kontrollieren Sie auch den Flüssigkeitsstand und fügen Sie bei Bedarf etwas heißes Wasser oder Brühe hinzu, damit die Rouladen nicht trocken werden.
Zubereitung der Soße: Das Herzstück der Rouladen
Nachdem die Rinderrouladen perfekt zart geschmort sind, ist es an der Zeit, die köstliche Soße zu veredeln. Eine gute Soße ist das A und O für jeden Rinderrouladen-Klassiker der deutschen Küche.
- Nehmen Sie die fertigen Rouladen vorsichtig aus dem Schmortopf und stellen Sie sie beiseite. Entfernen Sie das Küchengarn oder die Rouladennadeln. Decken Sie die Rouladen ab, um sie warm zu halten, während Sie die Soße zubereiten.
- Entfernen Sie die Lorbeerblätter und den Thymianzweig aus dem Topf. Für eine besonders feine Soße passieren Sie die gesamte Flüssigkeit mitsamt dem Gemüse durch ein feines Sieb. Drücken Sie dabei das Gemüse gut aus, um alle Aromen zu gewinnen. Wer es gerne etwas rustikaler mag, kann das Gemüse auch mit einem Pürierstab direkt in der Soße pürieren, aber das Passieren liefert eine seidig-glatte Textur. Ich persönlich bevorzuge die passierte Variante für die Eleganz der Soße.
- Geben Sie die passierte Soße zurück in den Topf und lassen Sie sie bei mittlerer bis starker Hitze auf die gewünschte Konsistenz einkochen. Dieser Reduktionsprozess intensiviert den Geschmack ungemein und sorgt für eine natürliche Bindung. Ich lasse die Soße gerne für 10-15 Minuten kräftig köcheln, bis sie sich merklich verdickt und einen tiefen, glänzenden Farbton annimmt.
- Schmecken Sie die Soße nun sorgfältig mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Seien Sie mutig beim Würzen, denn die Soße sollte kräftig schmecken.
- Wenn Sie die Soße noch etwas dicker wünschen, können Sie sie nun binden: Rühren Sie 1-2 Esslöffel Speisestärke in etwa 3-4 Esslöffeln kaltem Wasser glatt. Gießen Sie die angerührte Stärke unter ständigem Rühren langsam in die köchelnde Soße, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Lassen Sie die Soße anschließend nochmals für ein bis zwei Minuten kochen, damit die Stärke vollständig bindet und kein mehliger Geschmack zurückbleibt. Eine Alternative zur Stärke ist die Verwendung von Soßenlebkuchen, der zerkrümelt und in die Soße gegeben wird. Dieser bindet die Soße nicht nur, sondern verleiht ihr auch eine wunderbar würzige, leicht süßliche Note.
- Für eine besondere Geschmacksabrundung und eine tiefere Farbe können Sie jetzt einen kleinen Schuss Balsamicoessig oder einen Teelöffel Johannisbeergelee in die Soße geben. Dies sorgt für eine angenehme Säure und Süße, die die Aromen der Rinderrouladen perfekt hervorhebt und der Soße einen letzten Schliff verleiht. Rühren Sie gut um und lassen Sie die Soße kurz ziehen.
- Legen Sie die warmen Rouladen zurück in die fertige Soße und lassen Sie sie darin noch einige Minuten ziehen, damit sie die Aromen der Soße aufnehmen können. Dies ist der Moment, in dem alles zusammenkommt und die Rouladen ihren Höhepunkt erreichen.
Ihre Rinderrouladen sind nun fertig und bereit, serviert zu werden. Dieser Klassiker der deutschen Küche schmeckt am besten mit klassischen Beilagen wie Salzkartoffeln, Kartoffelklößen, Spätzle oder Rotkohl. Guten Appetit!

Fazit:
Nachdem wir nun gemeinsam durch die einzelnen Schritte dieses wunderbaren Rezepts gegangen sind, bin ich überzeugt, dass Sie nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch die Seele dieses Gerichts verstanden haben. Es ist mehr als nur eine Mahlzeit; es ist eine Hommage an die deutsche Kochkunst, ein Stück Heimat auf dem Teller und ein Fest für die Sinne. Ich hoffe, Sie haben die Freude am langsamen Kochen entdeckt, das dem Fleisch die nötige Zeit gibt, um butterzart zu werden, und der Soße erlaubt, ihre komplexen Aromen vollends zu entfalten. Diese Rinderrouladen Ein Klassiker Der Deutschen Kuche sind eine wahre Gaumenfreude, die mit jedem Bissen Wärme und Behaglichkeit spendet.
Warum dieses Rezept ein absolutes Muss ist:
Was dieses Rouladenrezept so unwiderstehlich macht, ist die perfekte Symbiose aus traditionellen Zutaten und einer Zubereitung, die Geduld belohnt. Das Ergebnis ist ein Gericht, das auf der Zunge zergeht – zartes, saftiges Rindfleisch, umhüllt von einer herzhaften Füllung und getränkt in einer tiefdunklen, reichhaltigen Soße. Es ist ein Rezept, das Generationen verbindet und sowohl für festliche Anlässe als auch für ein gemütliches Familienessen am Sonntag bestens geeignet ist. Die Aromen von Speck, Zwiebeln, Gurken und Senf, die sich während des langen Schmorens zu einem harmonischen Ganzen verbinden, sind einfach unvergleichlich. Es mag auf den ersten Blick vielleicht etwas aufwendig erscheinen, aber ich verspreche Ihnen, die Mühe lohnt sich tausendfach. Die Begeisterung Ihrer Gäste oder Ihrer Familie, wenn sie diese selbstgemachten Rouladen probieren, wird jede Minute der Zubereitung wettmachen. Es ist ein Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch glücklich.
Vielfältige Beilagen und kreative Variationen für jeden Geschmack:
Ein Klassiker wie die Rinderroulade ruft förmlich nach den passenden Begleitern. Traditionell serviere ich sie am liebsten mit einem cremigen Kartoffelpüree, das die aromatische Soße wunderbar aufsaugt, und einem leicht säuerlichen Rotkohl, dessen fruchtige Note einen hervorragenden Kontrast zum deftigen Fleisch bildet. Auch Salzkartoffeln oder klassische Klöße sind hervorragende Optionen. Wenn Sie es etwas raffinierter mögen, passen Spätzle oder sogar Schupfnudeln wunderbar dazu. Für eine leichtere Variante im Frühling oder Sommer können Sie auch grüne Bohnen mit Speck oder einen frischen Blattsalat mit einem Vinaigrette-Dressing anbieten. Denken Sie daran, dass die Beilagen die Hauptrolle der Roulade unterstreichen und ergänzen sollen.
Doch auch bei den Rouladen selbst sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Während das Grundrezept ein Klassiker ist, können Sie gerne experimentieren:
- Füllungsvariationen: Anstelle der klassischen Füllung könnten Sie getrocknete Aprikosen und Thymian für eine leicht süßlich-herbe Note hinzufügen oder eine Pilzduxelles für einen erdigeren Geschmack verwenden. Auch geriebener Käse oder gehackte Walnüsse können interessante Akzente setzen.
- Soßenvariationen: Wenn Sie einen noch tieferen Geschmack wünschen, können Sie die Rouladen in Rotwein anstelle von Brühe schmoren. Ein Schuss dunkles Bier verleiht der Soße eine malzige Süße und eine besondere Tiefe. Auch ein Löffel Preiselbeeren oder Johannisbeergelee gegen Ende der Kochzeit kann die Soße auf eine unerwartet fruchtige Weise verfeinern.
- Kräutereinsatz: Frische Kräuter wie Rosmarin, Lorbeerblätter oder Wacholderbeeren, die während des Schmorens hinzugefügt werden, können dem Gericht eine ganz neue Dimension verleihen.
Und sollte doch etwas übrig bleiben – was bei diesem Gericht selten vorkommt –, lassen sich die Rouladen am nächsten Tag wunderbar in Scheiben geschnitten auf frischem Brot genießen oder das zerkleinerte Fleisch in einem herzhaften Eintopf weiterverwenden. Die Soße allein ist schon ein Genuss und kann hervorragend zu Nudeln oder Reis gereicht werden.
Ihre kulinarische Reise beginnt jetzt!
Ich lade Sie von Herzen ein, dieses wunderbare Rezept selbst auszuprobieren. Trauen Sie sich! Das Kochen ist eine Reise, und diese Rouladen sind ein großartiges Ziel. Nehmen Sie sich die Zeit, genießen Sie den Prozess und lassen Sie sich vom Ergebnis verzaubern. Die Freude, ein so traditionelles und köstliches Gericht selbst zubereitet zu haben, ist unbeschreiblich. Es ist ein Erlebnis, das Ihre Küche mit herrlichen Düften erfüllt und Ihre Liebsten an den Tisch lockt.
Und wenn Sie es geschafft haben und Ihre Rinderrouladen auf den Tisch bringen, dann teilen Sie Ihre Erfahrungen mit mir und der Community! Was waren Ihre Lieblingsbeilagen? Haben Sie Variationen ausprobiert? Wie hat es geschmeckt? Ich kann es kaum erwarten, von Ihren Kochabenteuern zu hören und Ihre Bilder zu sehen. Ihr Feedback ist unglaublich wertvoll und inspiriert uns alle zu neuen kulinarischen Entdeckungen. Lassen Sie uns gemeinsam die Liebe zur guten Küche zelebrieren und diesen Klassiker der deutschen Küche hochleben lassen. Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!

Klassische Rinderrouladen
Rinderrouladen sind ein zeitloser Klassiker der deutschen Küche, der nicht nur den Gaumen verwöhnt, sondern auch ein tiefes Gefühl von Heimat und Geborgenheit vermittelt. Diese herzhaften Rouladen, liebevoll gefüllt mit Rinderrauchfleisch, Gurken und Zwiebeln, werden in einer reichhaltigen, dunklen Soße geschmort. Ein Synonym für traditionelle Hausmannskost, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert.
Zutaten
-
6 Scheiben Rinderrouladenfleisch (150-200g/Scheibe, dünn geklopft)
-
2-3 EL mittelscharfer Senf
-
6 Scheiben Rinderrauchfleisch (2-3mm dick)
-
2 große Zwiebeln, mittelgroß gewürfelt
-
6 Gewürzgurken (Cornichons oder größere, längs geviertelt), gut abgetropft
-
Salz
-
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
-
Küchengarn oder Rouladennadeln
-
2-3 EL Butterschmalz oder Rapsöl zum Anbraten
-
2-3 Karotten, geschält und grob gewürfelt
-
1 Stange Lauch, geputzt und in Ringe geschnitten
-
1/2 Knollensellerie (alternativ 2-3 Stangen Staudensellerie), geschält und grob gewürfelt
-
2 EL Tomatenmark
-
200 ml alkoholfreier Rotwein oder dunkler Traubensaft
-
750 ml bis 1 L Rinderfond oder kräftige Rinderbrühe
-
2 Lorbeerblätter
-
5-7 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
-
1 Zweig frischer Thymian (optional)
-
1-2 EL Speisestärke, in kaltem Wasser angerührt (optional, zum Binden)
-
Ein kleiner Schuss Balsamicoessig (optional)
-
1 Löffel Johannisbeergelee (optional)
Anweisungen
-
Step 1
Rinderrouladenscheiben auf ca. 3-5 mm Dicke platt klopfen. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Seite dünn und gleichmäßig mit mittelscharfem Senf bestreichen. -
Step 2
Auf jede mit Senf bestrichene Rouladenscheibe zuerst eine Scheibe Rinderrauchfleisch, dann die gewürfelten Zwiebeln und die abgetropften Gewürzgurken legen. -
Step 3
Die kürzeren Seiten der Roulade leicht über die Füllung klappen, dann straff von einer Längsseite her aufrollen. Jede Roulade fest mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren. -
Step 4
Butterschmalz oder Rapsöl in einem großen Bräter stark erhitzen. Die vorbereiteten Rouladen portionsweise von allen Seiten scharf anbraten, bis sie eine schöne, tiefbraune Farbe haben. Die angebratenen Rouladen beiseite stellen. -
Step 5
Im selben Topf Karotten, Lauch und Knollensellerie 5-7 Minuten anbraten. Das Gemüse an den Rand schieben, Tomatenmark in die Mitte geben und 2-3 Minuten mitrösten, bis es dunkler wird und duftet. -
Step 6
Mit alkoholfreiem Rotwein oder dunklem Traubensaft ablöschen und Bratrückstände vom Topfboden lösen. Wein um die Hälfte einkochen lassen. Rinderfond, Lorbeerblätter, angedrückte Wacholderbeeren und optional Thymian hinzufügen. Alles aufkochen. -
Step 7
Die angebratenen Rouladen vorsichtig zurück in den Topf legen, sodass sie zu etwa zwei Dritteln mit Flüssigkeit bedeckt sind. Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren, Topf zudecken und Rouladen für mindestens 2,5 bis 4 Stunden schmoren, bis das Fleisch butterweich ist. Gelegentlich wenden und Flüssigkeitsstand prüfen. -
Step 8
Die fertigen Rouladen vorsichtig aus dem Topf nehmen, warm halten und Garn/Nadeln entfernen. Lorbeerblätter und Thymianzweig aus dem Soßenfond entfernen. Die gesamte Flüssigkeit mitsamt dem Gemüse durch ein feines Sieb passieren, das Gemüse gut ausdrücken. Die passierte Soße zurück in den Topf geben und auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. -
Step 9
Die Soße sorgfältig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf mit in kaltem Wasser angerührter Speisestärke binden. Für eine besondere Geschmacksabrundung einen kleinen Schuss Balsamicoessig oder einen Löffel Johannisbeergelee unterrühren. -
Step 10
Die warmen Rouladen zurück in die fertige Soße legen und darin noch einige Minuten ziehen lassen, damit sie die Aromen aufnehmen können. Sofort mit klassischen Beilagen wie Kartoffeln oder Rotkohl servieren. Guten Appetit!
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.




Leave a Comment